Auftraggeber: Bietergemeinschaft IBK MV GmbH/ lbBArr
Projektpartner: ZOOQUARIUMDESIGN GmbH, Pinck Ingenieure Consulting GmbH
Leistungsphasen: LP08
Leistungsumfang
Projektbeschreibung
Im Zoologischen Garten Rostock wurde anstelle der bisherigen Robbenanlage eine Seebären- und Seehundanlage errichtet. Die im Jahr 1989 eröffnete Robbenanlage weist dem Alter entsprechende Schäden und erhebliche Undichtigkeiten auf.
Um den Ansprüchen an eine artgerechte und moderne Tierhaltung gerecht zu werden, wurde die Robbenanlage abgerissen. Die neue Anlage bietet den Tieren mehr Platz und Abwechslung und verschafft Besucherinnen und Besuchern besondere Einblicke in die Welt der Seebären und Seehunde. Große Ober- und Unterwassersichtscheiben erlauben eine Gesamtansicht des Geheges sowie das Beobachten der Tiere unter Wasser beim Schwimmen und Tauchen. Zudem bietet eine ausladende, überdachte Tribüne zahlreichen Besuchern und Besucherinnen des Parks die Möglichkeit den regelmäßig stattfindenden Schaufütterungen beizuwohnen.
Bedingt durch zukünftige Haltungsrichtlinien der EASA dürfen Gehegebecken, für die Tierart Robbe, nur noch mit Salzwasser betrieben werden. Der Salzgehalt im Becken muss demnach 2,5 – 3,5 % betragen. Daher ist eine Soleerzeugungsanlage zur Herstellung einer gesättigten NaCl-Lösung vorgesehen, mit der der erforderliche Salzgehalt im Beckenwasser eingestellt und konstant gehalten werden kann. Die Anlage umfasst rund 40–45 m³.
Diese Soleerzeugungsanlage ist zusammen mit den restlichen Technik-Anlagen in einer Technik-Zentrale untergebracht, die aus energetischen Gründen ca. 4,5 m unter Geländeoberkante liegt.
Eine fortschrittliche Wasseraufbereitungsanlage arbeitet mit modernen Verfahren der Wasseraufbereitung wie Eiweißabschäumung mit Ozonierung, Flockierungsinfiltration oder UV-Bestrahlung. Zusätzlich wird eine chemische Dosierung mit Eisen (III)-Chlorid zur Flockung sowie eine automatische pH-Korrektur vorgenommen. Das Spülwasser der Filter wird über eine separate Rückgewinnungsanlage aufbereitet, um Ressourcen zu schonen und Wasser wiederzuverwenden.
In diesem Kontext wurde Irriproject mit der Objektüberwachung nach HOAI beauftragt.